Der Rentner zahlts

Gib mir mein Geld zurück ...

Es waren einmal drei kleine Raubritter (Olaf, Horst und Ulla). Der Olaf war ein ganz Gemeiner. Er konnte sich nämlich als Guter verstellen. Die Ulla konnte das gar nicht. Und der Horst kam später erst so richtig groß raus. Die drei waren stets auf der Suche nach leichter Beute und schufen ein besonders perfides System. Der Olaf wird jetzt sicherlich sagen: Horst und Ulla waren es. Horst wird sagen: Olaf und Ulla waren es. Dann wird Olaf zu Horst sagen: Lass es uns auf Ulla schieben, die ist schon lange aus dem Rennen. Ok, sagen Olaf und Horst: Ulla wars.

Das System funktionierte ganz einfach:

  • Zunächst wird das Dreisäulen Model der Altersvorsorge progagiert (gesetzliche Rente, die betriebliche Altersvorsorge und die private Altersvorsorge).

  • Zur privaten Altersvorsorge zählt auch die Riester Rente.

  • Die Arbeitnehmer fühlen sich bei der Auffüllung aller drei Vorsorgesäulen mit Beiträgen auf der sicheren Seite der Altersvorsorge.

Beim Eintritt in das Rentnerdasein kommt dann das böse Erwachen:

Die Betriebsrente unterliegt dem vollen Krankenkassen- und Pflegebeitrag (ca. 20%). 
Auch vorgelagerte Vertragsabschlüsse, die vor 2004 im Vertrauen auf die zugesicherte Beitragsfreiheit abgeschlossen wurden, fallen unter diesen Raubritterbeschluss des oben genannten Trios. Hierbei sind Scholz und Seehofer noch bzw. wieder in politischen Ämtern. Die Rücknahme dieser Abzocke fällt den zur Zeit Verantwortlichen äußerst schwer. Zu nennen wäre hier Jens Spahn. Spahn ist sehr umtriebig auf diversen Politikfeldern unterwegs. Als Gesundheitsminister wäre er genau der richtige Ansprechpartner, um die o. gen. Gerechtigkeitslücke zu schließen. Aber bei diesem Sachverhalt hört man von Herrn Spahn nichts, was auf eine Schließung dieser Gerechtigkeitslücke hindeutet. Bei einer eventuellen Abschaffung dieser Doppeltverbeitragung werden bereits abgeführte Beiträge mit Sicherheit nicht zurückerstattet. In diesem Sinne ist jeder Verzögerungsmonat bares Geld für das Gesundheitministerium. Auch Herr Scholz hält sich als Finanzminister in diesem Punkt bedeckt. Frau Schmidt genießt ihren Ruhestand. Sie wird von dieser Regelung auch nicht berührt. Herr Seehofer hat gegenwärtig genug mit sich selbst zu tun.

Bleibt die Frage, wann wachen die Sozialdemokraten endlich auf, besinnen sich auf ihre ureigenste Aufgabe, die sich aus ihrem Namen ableiten lässt und drängen auf eine Beseitigung dieser Ungerechtigkeit.

Ein Rentner, der vormals in einem abhängigen Arbeitsverhältnis stand, kann doch wohl unmöglich einen Arbeitgeberbeitrag zahlen.

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